Krank

Veröffentlicht am 20. October 2002.
Ok, jetzt habe ich mich also mit dem Durchfall angewöhnt. In meinem Bauch vibriert, gluckst und das ständige tägliche Gewitter draußen spielt einen Soundtrack dazu. Und eigentlich habe ich ja Mararia. Bekommt sie nicht, es ist gar nicht schön. Alles schmerzt, und ich war so schwach, dass mir der Weg zum Essen wie ein Hausbau vorkam. Jeder Platz zum Sitzen sieht einladend aus, besser als weitergehen. Und man kann ja auch auf dem Boden sitzen. Jetzt erhole ich mich wieder, doch noch immer muss ich mich konzentrieren, um eine gerade Linie zu laufen.

Und dann, nächster Tag...

Ich lasse mich so treiben, in meiner Muttersprache, tue so das eine, bin den ganzen Tag aktiv, doch nicht alles geplant. Sondern bis auf den Besuch in der Stadt an sich (nee, Internet ging nicht, Martin bekam viele Tabletten). Und so wärend des Geschirrwaschens fällt mein Blick auf die Fliegen, die die frischen Tomaten lieben, und ich verstecke die Früche in indischer Tupperware. Und da muss ich natürlich einen kleinen schönen Zettel dranhängen, es sind schließlich die kleinen Dinge.

Es kümmert mich ger nicht, dass die Tür zu meinem Haus so vergammelt aussieht. Und es stört mich auch nicht, dass die Wände keine Poster haben. Doch ich mag es nicht, dass ich immer einen Stuhl oder Tisch in den Weg der Tür stellen muss, ansonsten bleibt sie halboffen. Dann kann man weder rein noch ist's zu. Und nachts heißt zu ekakt 20% weniger Insekten. Und ich will mehr Möbel.

Ich bin beeindruckt, wie unfassbar riesig die Macht des Gehirns ist, allgemein. Alles ist wird entschieden, jeder Muskel wird bewegt von irgendeiner Etage der Denkzentrale. Wir Lebewesen, wie die hiesigen Vögel mit riesiger Geschwindigkeit ihren Lebensunterhalt tun, Insekten fangen. Und Ameisen Zwiebelzellen unter sich aufteilen, während in der Dachziegelfabrik Dachziegel entstehen. Und bei allen intelligenten Menschen traut sich keiner, den Sinn des Lebens als die Wahrheit hinzustellen. Doch die Massenmedien kennen sie: 10%