Besser geht's nicht

Veröffentlicht am 1. February 2003.
It's sleeping time. Im Englischen gibt es dieses Wort brick (Ziegel) und Jack Nicholson ist ein echter brick, ein solcher Holzklotz, unglaublich. Birgit und ich haben uns gerade "Besser geht's nicht" angeschaut und es ist wirklich ein solch herrlicher Film, zum Gröhlen.

Heute herrschte echt ein überaus herbstliches Wetter, da habe ich mich glatt heimisch gefühlt. Aber zur leichteren Unterscheidung haben sie Wetterfrösche einen solchen gigantischen Guß dazwischengeschoben, exorbitant. Die Wolken brachen, die Straßen verschwanden unter den Wassermassen während mein ADPP-Pickup sich den Weg durch die Fluten bahnen musste. Doch letzendlich, nach getaner Arbeit, sind wir eingekehrt, in Huambo's einziger Eisdiele, Bananeneis, mmmh. Mein erstes Eis in Angola.

Ich habe in den letzten Tagen meinen Computer, den einzigen stabil funktionierenden, auseinanderergenommen, um die Daten einer anderen Laptopfestplatte zu retten. Hat geklappt, jetzt ist alles auf CD. Ich bin sehr froh, dass ich mich nicht habe überzeugen lassen, denn der Computer ist hier im Projekt wirklich eine große Hilfe. Und er wird auch den Rest seines Daseins in diesem Land verbringen, denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in an Adriano vom Roten Kreuz verkaufen werde.
Die Digitalkamera ist nicht wieder aufgetaucht. Vielen Angolaner glauben weiterhin, dass sie wieder auftauchen wird. Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie nicht mehr in der Provinz ist, nach 2 Wochen. Schade, ich finde gerade jetzt besonders viele schöne Motive, die ich gerne mitnehmen würde. Doch loslassen. Gezwungenermassen.

Morgen werde ich denn den Frank anrufen, doch ich weiß nicht, ob ich ihm von dem waghalsigen Unternehmen mich zu besuchen abraten sollte, oder ihm Tips zur praktischen Ausführung geben sollte. Oder beides. Natürlich freue ich mich. Aber es gibt weder Telefon in Quissala noch kann man den Taxifahrern in Luanda vertrauen. Und Birgit ist nicht besonders begeistert, für Frank jemanden von ADPP zum Flughafen in Luanda zu schicken und nach Huambo zu begleiten. Und am Flughafen in Huambo gibt's gleich gar keine Taxis. Und dann ist das ja alles so teuer. Ich finde ja meinen Weg zu Fuss, aber Frank als Ortsfremder kann ja nicht einfach vom Flughafen aus laufen, oder? Aber das hat Zeit bis morgen, agora é tempo para dormir.